Saft

Selbstgemachte Fruchtsäfte haben eine lange Tradition in den regionalen Trinkkulturen. Früher wurden die frischen Früchte als Saft gekocht, da sie vor allem vitaminhaltig gelagert werden konnten. Das Verfahren des Einmachens machte wichtige Lebensmittel, wie Obst oder Gemüse, als Konservierungsprodukte zeitlich unbegrenzt verfügbar. Heute geht der Trend wieder zu Fruchtsäften, die selbst eingemacht werden. Im Gegensatz zu gekauften Produkten, kann man den Geschmack und die Süße selbst bestimmen und den Fruchtsaft für viele andere Einmachprodukte verwenden. Zu den beliebteste Obstsorten, die eingemacht werden, gehören die heimische Sorten wie: Äpfel, Birnen, Trauben oder Erdbeeren. Zu den beliebten exotische Früchten gehören Ananas oder Mango. Durch die Mischung verschiedener Obstsorten kann man ein erfrischendes Getränk mit hohem Vitamingehalt kreieren. Je nach Geschmack kann man die Fruchtsäfte auch verdünnt aufkochen. In Deutschland sind traditionell Orangen- und Apfelsäfte sehr beliebt. Johannisbeeren und andere frische Beerensorten eigenen sich besonders für Fruchtsäfte. Die Lagerung sollte in kühlen, trockenen und dunklen Räumen stattfinden. Ist der Saft geöffnet, muss man in ihn besonders kühlen oder zeitnah trinken. Eingemachte Säfte werden auch aus Gemüse hergestellt. Vor allem in Verbindung mit Kräutern kennt man die Säfte auch in der Naturheilkunde. Besonders beliebt sind Gemüsesäfte, wie Tomatensaft oder Karottensaft. Beide Säfte werden vor allem auch im Sommer frisch getrunken und haben eine positive Wirkung auf Haut und Augen. Traditionell trinkt man selbstgemachte Gemüsesäfte vor allem in Situationen, wo der Organismus recht schnell Vitamine, Mineralstoffe und Ballaststoffe braucht, zum Beispiel bei Flugreisen. Den Gemüsesäften werden oft spezielle Gewürze, Kräuter und Speisesalze zugegeben. Das Gemüse wird in der Regel geschält, gewaschen, zerkleinert und gekocht. Mit Pressmaschinen kann man den Gemüsesaft sehr gut verfeinern. Ein traditionelles Saftgetränk ist das russische Mors. Hier verwendet man verschiedene Waldbeeren, Wasser und Zucker, um den typischen Geschmack zu erzielen. Man kann die Beeren ja nach Geschmackswunsch kombinieren. Wer exotische Fruchtsäfte mag, kann zum Beispiel auch Katschu-Saft machen. Dieser Saft ist vor allem in Portugal und Brasilien sehr beliebt. Katschu-Früchte müsse immer ganz frisch gekauft werden, da sie unbehandelt schnell verderben. Mit Katschu-Früchten werden in Brasilien viele esoterische Rituale verbunden. Exotische Rezepte für Gemüsesäfte gibt es vor allem in der orientalischen Kultur. Die Gemüseverarbeitung hat auch in Asien einen besonderen Stellenwert. Vor allem in Ländern, wie Japan, findet man zahlreiche Rezepte zu Gemüsesäften. Nach einer amerikanischen Studie kann der regelmäßige Konsum von Fruchtsäften zum Beispiel gegen Demenz wirken. In Japan, wo man wöchentlich relativ viel Fruchtsäfte trinkt, sind solche Krankheitsbilder eher selten. Fruchtsäfte haben vor allem antioxidative Eigenschaften. Diese Eigenschaften können unter anderem zu körperlichen und geistigen Leistungssteigerungen beitragen.

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