Bleichspargel

Der Anbau von Bleichspargel ist aufwendiger als der des Grünspargels. Zwar sind die Pflanzarbeiten identisch, doch pflanzt man nicht in Doppelreihen, sondern einreihig. Dafür wird ein etwa 1,50 m breites Beet angelegt, in dessen Mitte ein 40 – 50 cm breiter Pflanzgraben gezogen wird. Tiefe und Bodenverbesserung wie beim Grünspargel.

Im ersten und zweiten Jahr wird der Bleichspargel wie Grünspargel behandelt. Auch er kann erst ab dem 3. Standjahr geerntet werden. Damit die Spargelstangen weiß bleiben, müssen sie vor Licht geschützt werden. Deshalb wirft man einen Erdwall (ca. 30 cm hoch) auf, sobald die ersten Triebe die Erdoberfläche durchstoßen. Alternativ zum Erdwall, kann man die Spargelreihe auch nur leicht anhäufeln und anschließend mit einer schwarzen Spargelfolie überbauen. Der Folientunnel muss mindestens 30 cm hoch und 50 cm breit sein. Die Längsseiten so befestigen, dass sie für die Ernte aufklappbar sind! Etwa 10 Tage nach dem Anhäufeln kann mit der Ernte begonnen werden. Nach der Ernte werden die Dämme planiert und das Spargellaub muss zur Regeneration der Pflanze durchwachsen. Im November entfernt man das Laub, wie beim Grünspargel beschrieben.

Die Spargelernte, auch Stechen genannt, erfolgt mit einem speziellen Spargelstecher oder aber mit einem scharfen Messer. Die Ernte des Grünspargels ist denkbar einfach.

Bleichspargel wird geerntet, wenn die Triebspitzen gerade durch die Oberfläche des Erdwalls brechen (es zeigen sich Bruchstellen). Jede Stange wird vorsichtig so tief wie möglich freigelegt und kurz oberhalb der Wurzelkrone “gestochen”. Das freigelegte Loch sofort wieder mit Erde auffüllen.

Quelle: Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen