Tomaten richtig schneiden:
Mit einem scharfen, spitzen, geriffelten Messer (am besten einem speziellen Tomatenmesser) werden Tomaten immer vom Blütenansatz her in Scheiben geschnitten, damit sich die Kammern nicht vom Rand lösen.
Tomaten häuten:
Damit sich die Tomatenhaut z.B. beim Braten, Backen und Schmoren nicht zu Röhrchen aufrollt, sollten die Tomaten vorab gehäutet werden. Dazu werden sie am Stielansatz über Kreuz eingeritzt und mit einer Schaumkelle, je nach Reifegrad, für ca. 30 bis 60 Sekunden in kochendes Wasser gelegt und mit eiskaltem Wasser abgeschreckt, damit die Farbe erhalten bleibt und sie nicht matschig werden. Durch den Kälteschock platzt die Haut an einigen Stellen auf und lässt sich ganz leicht mit einem Messer abziehen.
Tomaten vertragen keine Kälte:
Tomaten gehören nicht in den Kühlschrank, denn durch die Kälte verlieren sie sehr an Aroma. Die als „umhülltes Wasser“ in Verruf geratenen Tomaten sind oft genug auch ein Produkt der falschen Lagerung im Haushalt. Am besten sind sie bei Zimmertemperatur aufgehoben. Lässt sich die Lagerung im Kühlschrank aus haushaltsorganisatorischen Gründen nicht vermeiden, dann nehmen Sie die Früchte rechtzeitig vor dem Verzehr heraus, damit sich ihr Aroma entfalten kann.
Tomaten gesondert lagern:
Tomaten sollten nicht zusammen mit Gurken oder Kräutern gelagert werden, da sie ein Reifegas mit dem Namen „Äthylen“ ausscheiden, das Gurken vergilben und Kräuter schneller welken lässt. Bei kleinen Mengen und kurzen Lagerzeiten von nur 1 – 2 Tagen in der Küche spielt das allerdings keine Rolle.
Tomaten im Kälteschlaf:
Rohe Tomaten lassen sich problemlos einfrieren. Eine Methode ist es, die Stielansätze zu entfernen und die Tomaten zu vierteln. Auf einem Blech eingefroren und dann in Tüten verpackt, kann man später immer soviel Tomaten entnehmen, wie man braucht. Eine andere Methode ist es, die Tomaten zu häuten, die Stielansätze heraus zu schneiden, sie zu entkernen und in Stücke zu schneiden. Hier ist es ratsam, die Stücke in haushaltsgerechten Portionen einzufrieren.Eine andere Möglichkeit ist es, die Tomaten zu pürieren, etwas dicklich zu kochen und dann als Tomatenmark einzufrieren. Eingefrorene Tomaten können prima für Suppen und Saucen verwendet werden.
Grüne Tomaten – ja oder nein?:
Unreife, grüne Tomaten enthalten das giftige Solanin, das erst bei der Reifung der Früchte abgebaut wird. Der Verzehr von unreifen Tomaten kann u.a. Kopfschmerzen und Erbrechen bis hin zu Atemstillstand verursachen. Beim Kochen geht ein Teil des Solanins ins Kochwasser über, es wird aber nicht zerstört. Bei Konfitüre aus grünen Tomaten ist der Solaningehalt durch den hohen Zuckeranteil relativ gering, so dass eine übliche Verzehrsmenge von 2 EL Konfitüre als unbedenklich gilt. Anders ist das bei grünen Tomaten, die süß-sauer eingelegt werden. Deren Solaningehalt kann durchaus die bedenkliche Konzentration erreichen und damit zu Vergiftungserscheinungen führen. Daher sollte sich jeder selbst fragen, ob er nicht besser auf den Verzehr von unreifen, grünen Tomaten verzichtet. Noch nicht ganz reife Früchte sollten zu Hause in Ruhe nachreifen. Das ist problemlos möglich, wenn die Früchte bei Zimmertemperatur aufbewahrt werden.
Tomaten entkernen:
Will man Tomaten je nach Gewohnheit, Geschmack oder Verwendung (z.B. für die Herstellung von Tomatensaft) entkernen, dann halbiert man die Früchte waagerecht, drückt das Fruchtfleisch etwas heraus und entfernt die Kerne mit einem Löffel.
Tomaten für Nachtschwärmer:
Mit Pfeffer und Salz gewürzter Tomatensaft gilt als altbewährtes Hausmittel gegen Kater. Der Saft ist ein richtiger Cocktail aus Vitaminen und Mineralstoffen, der dem ausgelaugten Körper zurückgibt, was der Alkohol ihm geraubt hat. Frisch gepresster Tomatensaft schmeckt übrigens viel besser als der gekaufte.
Quelle: Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen