Unterschiedliche Tomatensorten

Die meisten Tomatenesser kennen nur die runden roten Früchte, aber Tomaten beeindrucken durch ihre Farben- und Formenvielfalt. Von grün über hellgelb, orange, rot bis braunrot reicht die natürliche Farbpalette. Die Formen variieren von rund über geriffelt und birnenförmig bis eiförmig und das in den unterschiedlichsten Größen. Tomaten mit außergewöhnlichem Aussehen, wie rot-gelb gestreift, grün gestreift, dunkelbraun und weiß, sind Raritäten, die fast nur in den Privatgärten wachsen.

Durch Züchtung, also natürliche Auslese, wurden Sorten herangezogen, die auch eine längere Lagerdauer gut überstehen. Entgegen der Meinung vieler Verbraucher gibt es aber in Deutschland keine „genmanipulierten“ Tomaten. Beim Einkauf sollte man auf feste, pralle Früchte mit unverletzter Haut und schöner Farbe achten.

Auf dem Markt lockt ein vielfältiges Angebot:

Runde Tomaten sind die beliebtesten Sorten. Sie sind über das ganze Jahr erhältlich und sehr saftig. Dazu gehören auch die Strauchtomaten, die mit Stielen geerntet werden. Dafür werden besondere Sorten angebaut, bei denen alle Früchte am Stiel zur gleichen Zeit reifen.

Fleischtomaten haben, wie der Name sagt, mehr Fruchtfleisch, aber weniger Saft und sind damit schnittfester. Wegen des geringeren Wassergehaltes sind sie besonders gut zum Braten und Backen geeignet.

Gerippte Tomaten sind von Fruchtfleisch und Aroma den Fleischtomaten vergleichbar.

Längliche Tomaten, wegen ihrer Form auch Eier- und Flaschentomaten geannt, haben deutlich weniger Saft als die runden Tomaten. Sie haben ein konzentriertes Aroma, sind arm an Kernen, lassen sich gut schälen und werden meist zu Konserven verarbeitet.

Kirschtomaten, auch Cherry- oder Cocktailtomaten genannt, sind der Urform der Tomate am ähnlichsten und haben ein sehr konzentriertes, süßes Aroma. Diese Tomaten werden auch als orange oder gelbe Früchte angeboten.

Vielseitig verwendbar und immer ein Hochgenuss Tomaten schmecken immer.

Kaum ein Gemüse ist so vielseitig und wird so häufig in der modernen Küche verwendet - ob roh für Salate, frische Säfte und als Brotbelag oder gegart in Aufläufen, Suppen, Saucen, Ketchup, Tomatenmark und Konfitüren. Auch eingelegt sind Tomaten eine Delikatesse. Geschmacklich passen sie sowohl zu Fleisch-, als auch zu Fischgerichten. Nicht zuletzt sind sie eine Augenweide und werden deshalb gerne zum Garnieren verwendet.

Dabei ist die Vorbereitung denkbar einfach: die Tomaten nur waschen, den Stielansatz entfernen und schon können sie weiter verarbeitet werden.

Sehr lecker schmecken die Früchtchen, wenn eine Marinade mit heimischen Kräutern den Geschmack noch verfeinert. Zu Tomaten passen viele Kräuter und Gewürze, angefangen vom typischen „Tomatenkraut“ Basilikum, über Rosmarin und Thymian bis zu Knoblauch und Zwiebeln.

Der Geschmack einer Tomate ist abhängig vom Verhältnis der Säure zum Fruchtzucker. Der Anteil an Fruchtzucker steigt mit der Sonneneinstrahlung. Deshalb schmecken Tomaten in der Hauptsaison von Juli bis September am besten.

Die leckersten Tomaten sind natürlich die aus dem eigenen Garten, weil sie vollreif gepflückt und erntefrisch gegessen werden. Beim Kauf an der Gemüsetheke sollte man darauf achten, dass die Tomaten aus der Region kommen, denn dann ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass sie reif geerntet wurden und gut schmecken.

Quelle: Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen