Desserts
Es gibt zahlreiche geschichtliche Erwähnungen von Desserts. Als eines der Ursprungsländer gilt China. Halbgefrorenes Eis in Verbindung mit Früchten kannten schon die antiken Herrscher. Im Römischen Reich wurden Desserts auf Grundlage des Eises verfeinert und kultiviert. Das Wissen um die Eisdessertherstellung wurde auch durch die Kreuzritter nach Europa gebracht. Die Erfindung des Milcheises durch einen französischen Koch am englischen Hof liegt rund 200 Jahre zurück. 1790 wurde in den USA die erste Speiseeismaschine erfunden und die Gebrüder Sulzer waren es, die zur Weltausstellung 1878, die erste Kältemaschine der Öffentlichkeit präsentierten. Kuchen und andere Süßspeisen zum Dessert haben sich durch die Entwicklung des Konditorberufes weiter etabliert. Der Konditorberuf ist im Vergleich zum klassischen Bäckerhandwerk noch recht jung und hat sich erst mit 15. Jahrhunderts entwickelt.
Früchte zum Essen oder zum Nachtisch kannten schon die frühen Kulturen. Gerade bei den Griechen und Römern war der Verzehr von Früchten zum Hauptgang beliebt. Schokolade als Getränk und später in fester Form brachten die Spanier nach Europa. In der Maya-Kultur wurden Cacao-Bäume bereits kultiviert. Das beliebte Tiramisu kommt aus Nordostitalien, genauer aus Venetien. In Deutschland gibt es einige Desserts, die sich großer Beliebtheit erfreuen, zum Beispiel Pudding, die Götterspeise, Kompott oder viele feine Arten von Cremes, wie Crème Brulée oder Karamelcreme. Informationen zu Desserts, Rezepten und weitere Anregungen finden Sie in dieser Rubrik.
Aufläufe als süße oder salzige Desserts gibt es in vielen internationalen Kochkulturen. Vor allem in der französischen Küche ist das Gratin fester Bestandteil in der Esskultur. Die frankophile Küche hat auch im Westen der Republik eine lange Kochkultur. Unter Satinieren versteht man, dass starke Überhitzen von Gerichten, vor allem auch von salzigen Gerichten, mit Ei, Käse oder Sahne. Die Oberfläche der Süßspeisen als Desserts werden oft bagatellisiert. Tarte als Dessert gibt es vor allem als Ostgerichte. So gibt es Tartegerichte mit Äpfel, Pfirsichen oder Zwetschgen.
Cremes mit Sahne und Rahm, auch als Doppelstufen Rahm haben in Deutschland noch eine junge Kultur. Cremes werden in Vielfälltigerweise zu Hauptgerichten, als auch zu Süßspeisen verwendet. Die bekannteste auf Sauerrahm basierende Creme ist die französische Creme fraiche. Creme fraiche wird aus Kuhmilch hergestellt mit einem Mindestgehalt an Fett. In einem speziellen Verfahren wird der Rahm mit Milchsäurebakterien versetzt und erhält so nach dem Produktionsablauf seinen typischen Geschmack.
Crêpe ist eine typische französische Art des Eierkuchens. Crêpes kommen traditionell aus der bretonischen Küche. Im Gegensatz zu den Eierkuchen, die im deutschsprachigen Raum eine lange Tradition haben, ist der Teig in der französischen Form dünner und mit weniger Mehl zubereitet. Auch ist der Anteil an Ei bei Crêpe höher. In deutschsprachigen Raum werden Crêpes eher als Desserts serviert. In vielen Regionen Frankreichs sind Crêpes auch als kurze Zwischenmahlzeit bekannt. Es gibt viele Restaurants in denen Crêpes als Mittagsimbiss angeboten werden.
Eierspeisen sind in Deutschland sehr beliebt. Hühner können biologisch ein Ei am Tag legen. Die Deutschen konsumieren rund 50 Milliarden Eier in ihren Haushalten. Der Trend zur Freilandhaltung ist auf Grund der Krankheitsrisiken der Tiere bei Landwirten umstritten. Trotz allem boomt die ökologische Landwirtschaft. Genetische Festlegung entscheidet über die Farbe der Eier. Meist werden die brauen Eier mit gesünderer Freilandhaltung assoziiert. Die Farbe des Dotters ist abhängig vom Futter und den Zielmärkten.
Saisonale Lebensmittel natürlich zu Konservieren hat eine lange geschichtliche Tradition, die zunehmend durch die Eroberungszüge der Kolonialmächte und den Transport von Gütern nach Europa wichtiger wurde. Die Gebrüder Sulzer waren auf der Weltausstellung 1878 in Paris die Ersten, die eine industrielle Kältemaschine vorstellten. Es waren wiederum deutsche Wissenschaftler die den ersten Kühlschrank erfanden. Carl von Linde erfand den Kühlschrank 1876. In den 30-er Jahren des letzten Jahrhunderts wurde der Kühlschrank zum Inbegriff der modernen amerikanischen Familie.
Süße Gratins haben eine lange Tradition. Gerade in Frankreich und Deutschland erfreut sich diese Kochart großer Beliebtheit. Wichtig ist der optische Eindruck der durch gebackenen Kruste. Überbacken werden die Süßspeisen, zum Beispiel mit Schokoladen- oder Karamelcreme. Das Karamelisieren und Glasieren von Gerichten oder Lebensmittel sind weitere Formen der optischen Aufwertung und Appetitförderung von Speisen. Verschiedene Gerichte, Rezepte und Zubereitungsinformationen bekommen Sie in dieser Rubrik.
Käse ist eines der Grundnahrungsmittel und ist in der Regel ein festes Milchprodukt. Käse wurde von vielen Kulturen als Delikatesse gesehen und hatte in jeder westlichen Kultur seinen festen Platz. In anderen Kulturen, zum Beispiel der Asiatischen, spielt Käse als Grundnahrungsmittel keine zentrale Rolle. Käsesorten unterscheidet man nach der Art der Milch (Scharf, Ziege etc.), der Behandlung und den Zutaten. Käse aus Kuhmilch ist heute weit verbreitet. Ziegen- und Schafskäse folgen in den Verkaufszahlen.
Obst ist eines der zentralen Elemente für eine gesunde Ernährung. Unter dem Begriff Obst versteht man Früchte oder Samen von mehrjährigen Pflanzen. Im Gegensatz dazu spricht man von Gemüse im Zusammenhang mit einjährigen Pflanzensorten. In der Regel wird Obst roh gegessen. Ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal zwischen Obst und Gemüse ist der Zuckergehalt. Es gibt unterschiedlichen Obstarten, die wichtigsten sind Steinobst, Kernobst, Beerenobst, Schalenobst und Südfrüchte. Zahlreiche Exotische Früchte sind im Zeitalter des globalen Handels in Europa salonfähig geworden.
Als Namensgeber und Erfinder der Pralinen gilt der deutsche Koch des Herzogs Choiseu de Plessis-Praslin, der unter Ludwig XIV, dem Sonnengott, diente. Er kreierte das so genannte „Reichstagskonfekt“ und benannte es zu Ehren seines Herren. Praline wird auch Praliné genannt. Pralinen werden als solche gehandelt, wenn sie einen Schokoladenanteil von mindestens 25 Prozent haben und mundgerecht in der Form sind. Man unterscheidet zwischen Überzugspralinen, Hohlkörperpralinen oder Schichtpralinen.
Pudding hat eine lange Geschichte und war in der Vergangenheit nicht nur eine Süßspeise. Pudding war die Bezeichnung für zahlreiche kugelförmige Wurst- und Fleischgerichte. Pudding als Süßspeise war für die Masse, auf Grund des hohen Zuckerpreises nicht erschwinglich. Erst durch den Rübenzucker wurde Zucker erschwinglich und die Süßspeisen fanden ihren Weg in die europäische Küche. Pudding wird zumeist aus Milch, Stärke, Grieß oder Eiern hergestellt. In der Vorkriegszeit des 2.
Der Begriff Terrine bezeichnet Gerichte, die im Gegensatz zu Pasteten, zumeist mit einem Teigrand zubereitet werden. Die Schüsseln der Terrine wurden in der früheren Zeit vor allem aus Hartporzellan gefertigt. Später verwendet man vor allem Silber bei den Terrinenschüsseln. Der Ursprung der Terrinen liegt in Frankreich und wurde schriftlich bereits im 13. Jahrhundert erwähnt. Pasteten gehörten früher zur beliebten Mahlzeit der gehobenen Gesellschaft. In Frankreich hatte der Beruf des Pastetenbäckers einen besonders guten Ruf.
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