Gebäck und Kuchen

Gebäck und Kuchen gehören seit Jahrhunderten zur Ergänzenden Ernährung vor allem bei feierlichen Anlässen. Im Laufe der Zeit hat sich aus dem Bäckerhandwerk ein eigenständiger Bereich entwickelt, die Konditorei. Entstanden ist das relativ junge Handwerk aus der Spezialisierung einiger Bäckereien vor allem auf süßeres Brot bzw. süßere Backwaren. Die Entwicklung von Brotsorten, die mit Gewürzen oder getrockneten Früchten zubereitet wurden, stellten die Grundlagen der heutigen Konditoreiprodukte. Die höchste Kunst des Berufes war in der anfänglichen Zeit, die Herstellung von Lebkuchen. Die Herstellung von Lebkuchen kam in Deutschland vorwiegend aus dem Nürnberger Raum. Anfang des 19. Jahrhunderts kam über Kolonialmacht Spanien die ersten Schokoladen nach Deutschland. Die Gebäck- und Kuchenkultur, zusammen mit dem Konsum von Café und Tee, entwickelte sich kontinuierlich seit Mitte des 19. Jahrhunderts. Es wurde auch immer mehr zum Konsumprodukt der nicht adligen Gesellschaft und ist heute aus unseren Ernährungsgewohnheiten nicht mehr wegzudenken.

Die Konditoren wurden früher auch Zuckerbäcker genannt und viele Bäckereien decken heute beide Seiten des Handwerkes ab. Im Laufe des letzten Jahrhunderts wurden immer mehr Produkte industrialisiert und gelangten in einer breiten Produktpalette in den Handel. In Deutschland hat sich die letzten Jahrzehnte eine vielschichtige Kuchen- und Tortenkultur entwickelt. Besonders beleibt sind Kuchensorten wie: Schwarzwälder Kirschtorte, Sachertorte, Linzertorte, Käsekuchen oder Obstkuchen sowie zum Dessert das italienische Tiramisù. Verschieden Gebäck- und Kuchengerichte und Rezepte finden Sie in dieser Rubrik.

Brot und Brötchen

Mit dem Anbau von Getreide begann die Ernährungsgeschichte von Brot als Grundnahrungsmittel vor rund 10.000 Jahren. Brot als Massennahrungsmittel war vor allem bei den Ägyptern beliebt. Hier gab es schon vor tausenden von Jahren Bäckereien. Verschiedene Brotsorten und Herstellungsverfahren wurden von den Ägyptern bis nach Rom überliefert. Für die normalen Menschen war nur das dunkle Brot erschwinglich, während weißes Brot als privilegiertes Nahrungsmittel der Oberschicht galt. Brot wurde seit der Zeit des römischen Imperiums zunehmend auch als Notnahrung verwendet.

Fettgebackenes

Unter Fettgebackenes versteht man in heißem Fett frittiertes Gebäck. Im Gegensatz dazu nennt man das in Fett erhitze Fleisch oder Gemüse Frittiertes. Zu dem Fettgebackenen gehört unter anderem der Berliner (Pfannkuchen) der bei bestimmten kulturellen und religiösen Anlässen wie Fasching gerne konsumiert wird. Auch an Silvester gehört das Fettgebackene zum inländischen Feierritual. Es gibt zahlreiche unterschiedliche regionale Gebäckarten, die in Fett gebacken werden. Donats mit Schokolade oder das badische Apfelküchle sind auch überregional in Deutschland bekannt.

Kaffeestückchen

Die Kaffeestückchenherstellung in den Bäckereien und Konditoreien ist noch ein junges Handwerk im Vergleich mit anderen Lebensmitteln. Durch Kolonialmächte Spanien, Portugal und England kam der Zucker erst relativ spät nach Europa. Zusammen mit der Café- und Teekultur in den gehobenen Schichten der Bevölkerung entwickelte sich die Plätzchen-, Gebäck- und Kuchenkultur. Zucker war für die meisten Menschen nicht erschwinglich, weshalb sich Plätzchen und Gebäck als Ritual der feinen Gesellschaft verfeinerte. Der Zuckerrübenanbau entwickelte sich in Europa erst Anfang des 19.

Kuchen

Kuchen gehört zu den meist verzehrten Genussmittel. Je nach Kultur und Region gibt es unterschiedliche Rezepte, die sich über Jahrhunderte überliefert haben. 1000 n.Chr. sind die ersten Lebkuchen geschichtlich überliefert. Durch neue und verbesserte Mahltechniken, die feineres Mehl zur Folge hatte, wurden die Backwaren im 18. Jahrhundert verbessert. Auch die günstigere Verfügbarkeit des Zuckers führte zu einer Belebung des Backgeschäftes und zur Entwicklung der Konditorbranche.

Muffins

Es gibt zwei unterschiedliche klassische Variationen des Muffin: der englische Muffin und der amerikanische Muffin. Muffin kann man im französischen und deutschen Sprachgebrauch mit weich und Kuchen umschreiben. Die Geschichte des Muffins ist noch nicht ganz erforscht. Erste geschichtliche Hintergründe finden sich um das 10. Jahrhundert in England. Sicher ist, das die englischen Einwanderer in Amerika im 19. Jahrhundert zu ihrer „Tea-time“ gerne ihre heimatlichen Hefemuffins aßen und aus dem englischen Muffin, ein amerikanischer Rührteigmuffin wurde.

Plätzchen

Die Plätzchenherstellung in den Bäckereien und Konditoreien ist noch ein junges Handwerk im Vergleich mit anderen Lebensmitteln. Durch Kolonialmächte Spanien, Portugal und England kam der Zucker erst relativ spät nach Europa. Zusammen mit der Café- und Teekultur in den gehobenen Schichten der Bevölkerung entwickelte sich die Plätzchen-, Gebäck- und Kuchenkultur. Zucker war für die meisten Menschen nicht erschwinglich, weshalb sich Plätzchen und Gebäck als Ritual der feinen Gesellschaft verfeinerte. Der Zuckerrübenanbau entwickelte sich in Europa erst Anfang des 19. Jahrhunderts.

Tarte

Unter Tarte versteht einen französischen Apfelkuchen nach klassischen Rezepten. Andere Namen in Teilen Frankreich für Tarte ist auch Tarte du Chef oder Tarte Tatin. Das besondere bei der Tarte Tatin ist das kopfüber gebackene. Es gibt heute zahlreiche Formen von Tarte, die je nach Esskultur und Region verschieden sein können. Tarte flambée ist in der Region Baden/Elsass ein Flammkuchen, der als Spezialität bekannt ist. Typisch für den klassischen Flammkuchen ist der dünne Teigboden mit Sauerrahmcreme, Speck und Zwiebeln. Beliebt ist auch der Schokoladen-Tarte, ein Schokoladenkuchen.

Torten

Die Kuchen- und Tortenkultur ist im Verhältnis zu anderen Süßspeisen noch sehr jung. Der Siegeszug der Süßspeisen kam mit der Eroberung Lateinamerikas. Spanier, Portugiesen und Engländer brachten den Zucker nach Europa. Bis in das 19. Jahrhundert hinein wurden Süßspeisen nur von den herrschenden Klassen konsumiert, zu teuer war der Zucker für die normale Landbevölkerung. Aus der Herstellung von Brot mit Gewürzen, getrockneten Früchten oder Zucker entwickelte sich der Süßspeisenmarkt. Gebäck, Plätzchen, Kuchen und Torten kamen mit der Tee- und Kaffeekultur nach Europa.

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