Hauptspeisen

Hauptspeisen oder Hauptgerichte werden je nach Kultur, Religion, Klima und Traditionen in unterschiedlichen Gängen oder an unterschiedlichen Zeiten verzehrt. In der heutigen Zeit bestimmen die unterschiedlichen Arbeits- und Lebensgewohnheiten unseren Rhythmus. Zunehmend werden in den westlichen Kulturen kleinere Mahlzeiten gegessen und bestimmen die Hauptgerichte nicht mehr unseren Tagesablauf. Auch die Individualisierung und Versingleung großer Teile der westlichen Gesellschaft haben die Essgewohnheiten verändert. Trotz allem bleibt das Hauptgericht, das mit der Familie oder Bekannten eingenommen wird in fast allen Kulturen ein bestimmendes soziales Element. In unserer Kultur gibt es bestimmte Menüfolgen, die das Hauptgericht bestimmen. In der Regel wird zuerst eine leicht verdauliche und appetitanregende Vorspeise eingenommen. Im zweiten Gang wird dann die Nährstoffreiche Hauptspeise serviert und im Nachfolgenden Gang mit Obst, Käse oder Süßspeisen abgeschlossen. Je nach sozial-kulturellen Traditionen oder bestimmten gastronomischen Traditionen, kann die Menüfolge auch erweitert oder spezifiziert sein.

In der modernen Menüfolge gibt es fünf Gänge. Begonnen wird meist mit einer kalten Vorspeise. Im nächsten Gang werden meist kleinere warme Vorspeisen, wie Suppen, serviert. Dann folgt der Hauptgang, gefolgt von einer Käseplatte und abgeschlossen mit einem Dessert. Fleisch- und Fischgerichte mit Beilagen sind kulturell in Deutschland etabliert. Klassische deutsche Suppen sind unter anderem die Brotsuppe, Erbsensuppe, Kartoffelsuppe oder Linseneintopf. Informationen zu Hauptgerichten, Rezepten und weitere Anregungen finden Sie in dieser Rubrik.

Aufläufe

Aufläufe sind in vor allem in Europa sehr beliebt. Die typischen Aufläufe haben oft unterschiedliche Schichten, die mit unterschiedlichen Grundzutaten versehen werden. In regional sehr unterschiedlichen Formen von Auflaufgefäßen, werden die Gerichte überbacken. Es gibt sowohl in salziger Form als Hauptspeise als auch in süßer Form zum Beispiel als Dessertgericht. Nudel- und Kartoffelaufläufe sind hierzulande beliebt.

Eiergerichte

Gerichte aus Basis von Eiern erfreuen sich in Europa großer Beleibtheit. Man unterscheidet zwischen klassischen Eierspeisen und Gerichten, die das man in einfacher Form mit dem Ei zubereitet. Zu den Eierspeisen gehören unter anderem Omeletts oder Soufflés. Auch der Eierkuchen als Süßspeise fällt unter die Eierspeisen. Gekochte Eier oder Spiegeleier werden als normale Eierzubereitung gesehen. Zum morgentlichen Frühstück gehört in vielen Haushalten natürlich auch das Rühreiergericht. Klassischerweise sind die Rühreier mit Speck und Zwiebeln angereichert.

Eintöpfe

Eintopfgerichte stellen seit Jahrtausenden eine der Grundlagen der Ernährungsgewohnheiten dar. Eintopfgerichte gibt es je nach regionaler, kultureller und religiöser Gewohnheiten in vielfältiger Art. Im Gegensatz zur Suppe, die ein Teil der klassischen und modernen Menüfolge darstellt und Appetitanregend sein soll, stellen die Eintopfgerichte eine eigenständige Kochkultur bei den Hauptspeisen dar. Zu den gebräuchlichen Zutaten in unserem Kulturkreis gehören unter anderem Fleisch, Gemüse, Hülsenfrüchte oder Eier.

Fischgerichte

Fischgerichte erfreuen sich auch außerhalb der Küstenregionen in Deutschland immer größerer Beliebtheit und kommen nicht nur traditionell an Freitagen auf die deutschen Tische. Der Fischfang und die Zubereitung spielt in vielen Ländern heute noch eine wirtschaftlich dominierende Rolle. Der europäische Bedarf an frischen Salzwasserfischen oder Meeresfrüchten wird vor allem von Norwegen gedeckt. Norwegen ist das einzige Land, das gegen die europäischen Fischfangverordnungen Einspruch eingelegt hatte.

Fleischgerichte

Im Gegensatz zu anderen Religionen und Kulturkreisen ist der Konsum von Fleischprodukten in Deutschland und Europa sehr populär. Je nach Religion und Kultur wird der Verzehr von verschiedenen Tierarten als unrein empfunden. Im Islam und Judentum ist der Verzehr von Schwein zum Beispiel untersagt, da das Schwein als ein unreines Tier gilt. Im Hinduismus ist es die Kuh, die als heilig gilt und nicht zum Verzehr in den Markt kommt. Im Christum gibt es nur wenige festgeschriebene Regularien zum Verzehr von Fleischprodukten.

Gemüse und Pilze

Gemüse ist ein wichtiger Bestandteil unserer Ernährung. In der Regel wird Gemüse, im Gegensatz zum Obst, gekocht und besteht aus unterschiedlichen Pflanzenteilen. Zu den essbaren Gemüse gehören unter anderem: Salate, Zwiebeln, Kohl, Gurken, Hülsenfrüchte, Kräuter, Blattgemüse oder Wurzelgemüse. Man unterscheidet Gemüsearten nach dem Anbau in Feldgemüse und gärtnerischen Gemüse. Zu den Feldgemüsen gehören u.a. Salate, Spargel, Zwiebeln, Karotten oder Gurken. Gemüse wirkt vor allem bei Männern bestimmten Krebserkrankungen, wie Speiseröhren- oder Kehlkopfkrebs vor.

Gratins

Unter Gratinieren versteht man weitläufig, das Überbacken von Gerichten. Die so genannte „Maillard-Reaktion“, benannt nach dem französischen Physiker und Chemiker Louis Camille Maillard, führt zu den meist eiweißreichen Verröstungen, die auch das besondere Aroma ausmachen. Das Überbacken führt auch dazu, dass die Speisen weniger verderblich werden und es gibt Untersuchungen, die besagen, dass keimhemmende Wirkungen mit diesem Prozess verbunden sind. Gratins gibt es in vielen Variationen, vor allem die italienische Lasagne ist in Europa sehr beliebt.

Kartoffelgerichte

Die Kartoffel ist ein zentrales Nahrungsmittel in Europa mit einer langen und geschichtsträtigen Vergangenheit. Kartoffeln gehören zur Gruppe der Nachtschattengewächse. Man schätzt, dass über 300 Millionen Tonnen Kartoffeln weltweit geerntet werden. Der Ursprung der Kartoffel liegt wahrscheinlich in den südlichen Anden, genauer im heutigen Patagonien. Mit den spanischen Eroberern kam die Kartoffel über die kanarischen Inseln nach Europa und wurde dort bis heute das wichtigste Grundnahrungsmittel.

Mehlspeisen

Grundlage von Mehl ist der Anbau von Getreide. Weizen, Reis, Mais, Roggen und andere Getreidesorten bilden die Grundlage der Ernährungsgewohnheiten in vielen Kulturen. Die richtige Zusammensetzung unterschiedlicher Mehlsorten bildet die Grundlage für Rezepte der regionalen Küchen. Durch Mahlen bestimmter Getreidesorten, wie Weizen oder Roggen, wird das Speisemehl gewonnen. Je nach der Form des Mahlens in Mühlen können unterschiedliche Grade der Feinheit des Mehls entstehen. Dunkles Mehl ist reicher an Vitaminen, als helle Mehlsorten.

Nudelgerichte

Nudeln gehören zu den beliebtesten Nahrungsmitteln in der westlichen und asiatischen Welt. Wissenschaftler vermuten, dass sich die Herstellung von Nudeln separat in Asien und dem südlichen Europa entwickelt hat. Nach Medienberichten sollte die älteste Nudel in China gefunden worden sein. Am Gelben Fluss wurden Teigwaren gefunden, die rund 4000 Jahre alt waren. Marco Polo war es, der auf seinen China-Reisen die Nudelproduktion kennen lernte und in seiner italienischen Heimat einführte. Nudeln werden normalerweise mit Mehl, Wasser, Salz und Eiern hergestellt.

Pizzen

Pizza gehört neben den Spagetti zu den beliebtesten italienischen Gerichten und hat seinen Siegeszug in die deutschen Küchen in der Nachkriegszeit gefunden. Für viele ist die Pizza die Kocherfindung schlechthin. Der Ursprung der Pizza geht ins 18. Jahrhundert zurück. Im 19. Jahrhundert kam die Pizza von Italien durch Auswanderer in die Vereinigten Staaten von Amerika und von dort nach Europa. Zuerst wurde die Pizza nur in Restaurants angeboten, später kam die Pizza als tiefgefroneres Produkt in den Handel.

Quiche

Ursprünglich kam die klassische Quiche-Lorraine aus der Region Elsass-Lothringen. Elsass-Lothringen hat eine bewegte Geschichte zwischen kriegerischen Auseinadersetzungen zwischen Deutschland und Frankreich. Sowohl des Elsass, als auch Lothringen ist für seine eigenständigen Spezialitäten bekannt. Der Flammkuchen ist ein Gericht, das Typischerweise mit der Region in Verbindung gebracht wird. Die Küche in der Region ist bäuerlich geprägt und oft kalorienreich. Schon zu Mittag wird in der deutschen Grenzregion ausgiebig gegessen.

Reisgerichte

Vor allem in den asiatischen Ländern spielt der Reis als Grundnahrungsmittel eine zentrale Rolle. Man schätzt, dass es über 8000 unterschiedliche Reissorten gibt, die zumeist subtropisches Klima benötigen. Reis gedeiht hervorragend unter Wärme und Feuchtigkeit. Es gibt unterschiedliche Theorien über das Ursprungsgebiet des Reises. China gilt als eines der Ursprungsländer des systematischen Anbaus. Die heutigen größten Anbaugebiete für Reis sind China, Indien und den USA. In Europa sind es Italien, Spanien, Frankreich und Portugal, die zu den größten Reisanbaugebieten gehören.

Suppen

Mit der Suppe werden viele Assoziationen verbunden. Vom Suppenkasper, über die Armennahrung bis hin zum wichtigen Bestandteil von opulenten Mahlen. Suppen kann man unterteilen in klare Suppen meist ohne Bindemittel, gebundenen Suppen und Eintöpfe. Eintöpfe werden normalerweise kategorisch extra definiert. Die Suppengeschichte ist nicht klar geschichtlich festzuhalten. In vielen Kulturen war die Suppe eine vollwertige Mahlzeit, vor allem von armen Menschen. Die Suppe gilt bis heute als Sinnbild der Ernährung bei Krieg und Hungersnöten.

Teigtaschen

Mehl wird in zahlreichen Gerichten als Herstellungsbasis von Nahrungsmittel verwendet. Mehl wird in Deutschland nach dem Mineralstoffgehalt nach Typen eingeteilt. Desto dunkler das Mehl, desto Mineralstoffhaltiger ist es. Als Grundlage für Teigwaren werden auch oft Weichweizengrieße verwendet, die produktionstechnisch ähnlich wie Mehl hergestellt werden. Salz, Wasser oder Eier werden je nach Rezept zur Teigtaschenherstellung verwendet. Teigtaschen können mit unterschiedlichen Füllungen versehen werden.

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