Snacks und Fingerfood

Unter Fingerfood versteht man heute zahlreiche Snacks, Sandwiches und alles was man mit den Fingern essen kann. Die Kultur der kleinen Portionen, die mit den Fingern gegessen werden, gibt es vor allem im arabischen Raum, aber auch in Afrika, Indien und Lateinamerika. Auch in Europa hat das Essen am Imbiss mit den Händen eine Jahrzehnte lange Kultur. Das Wurst essen am Imbissstand ist genau so Esskultur geworden, wie das englische Fish and Chips essen. Gerade amerikanische Fast-Food-Ketten haben den modernen Weg der Esskultur in den letzten Jahrzehnten erkannt. Der Hamburger ist seit Jahrzehnten der Inbegriff für die moderne Fingerfood-Kultur, die zum Lifestyle, vor allem bei jüngeren Menschen gehört. War das Essen mit Fingern früher Sinnbild für die Zugehörigkeit einer niederen sozialen Gruppe, so ist die Kultur heute über alle sozialen Schichten hinaus gesellschaftlich akzeptiert. Die Fingerfood-Kultur ist auch Ausdruck unserer schnellen Arbeits- und Freizeitgesellschaft.

In den letzten Jahren sind die spanischen Tapas-Bars zum Trend geworden und setzten europäisch geprägte Akzente zu der amerikanischen Fastfood-Kultur. In Spanien werden die kleinen Häppchen mit Wein oder Bier in Bars serviert. Oft sind es kleinere Stehbars, die zu allen möglichen Zeiten frequentiert werden. In Lateinamerika gehört das Tapas-Essen zur normalen Essgewohnheit und ist nicht mit unserer kulturellen Interpretation des Fingerfoods vergleichbar. Unter Pinchos versteht man aufwendigere kleinere Speisen, die oft zu einem Hauptgericht zusammengestellt werden. Canapés werden meist mit Weißbrot und unterschiedlichen Käse-, Wurst- oder Fleischbeilagen serviert. Auch Gurkenscheiben werden gerne zugefügt. Fingerfood ist vor allem bei Partys und größeren Veranstaltungen beliebt, wo viele Menschen in einem eingeschränkten Raum Platz finden müssen. Verschiedene klassische und neue Snacks- und Fingerfood-Gerichte finden Sie in dieser Rubrik.

Sandwiches

Sandwiches sind vor allem in den angelsächsischen Ländern sehr beliebt. Der Geschichte nach soll der Namen auf den Earl of Sandwich im 18. Jahrhundert zurückzuführen sein. Seine Spielleidenschaft verhinderte das regelmäßige normale Essen und führte zum schnellen belegten Essen auf dem Brot. Die Sandwich-Kultur unterscheidet sich in vielfältiger Weise mit der Butterbrotkultur in Deutschland. In Frankreich gibt es eine Croque-Variante mit Toastscheiben, Käse und Schinken, die dann teilweise noch überbacken werden.

Toasts

Das Rösten von Brot zur Konservierung hat eine lange Tradition. Im Nahen Osten wurde Brot zur längeren Haltbarkeit über dem Ofen geröstet. Geröstetes Brot war aber auch bei Römern und den Kolonialmächten, wie England, sehr beliebt. Es stellte eine der Grundlagen dar, um lange Eroberungskriege und Entdeckungsreisen an zu treten. Gerade in der angelsächsischen Kultur ist das Toastbrot ein Kulturgut. Toast gehören zum typischen Englischen Frühstück, wie der Speck und die kleinen Würstchen. Über die Römer und in der modernen Zeit aus England, kam die Toastkultur nach Zentraleuropa.

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