Gutes aus der Spargelzeit
Terrinen
Terrine kommt aus dem französischen und bezieht sich auf das Wort Erde. Ein anderes Wort für hierfür ist Schüsselpastete. Der Ursprung von Terrinen liegt vermutlich in Frankreich. Allerdings wurden auch Jahrhunderte vor Christi Geburt Kulturen in Griechenland gefunden. Terrinen werden oft assoziiert mit Vorratsbehältern, die den Soldaten und den armen Menschen als wichtige Nahrungsquelle dienten. In den speziellen Steingefäßen wurden Wild, Fleisch, Geflügel oder Gemüse in Wasser oder Brühe gegart und das Fett abgegossen. Anschließend wurden die Terrinen kalt gestellt. Terrinen wurden meistens mit Schmalz verschlossen. Terrinenrezepte wurden von Frankreich in viele Länder, unter anderem die USA, gebracht. Die Steinterrinen wurden später weiterentwickelt und kamen als Porzellan- und Silbergefäße in die Gastronomie und die Haushalte.
Terrinengerichte wurden im Laufe der Zeit immer raffinierter und sind schon seit langer Zeit nicht mehr die Küche der Armen. Es gibt heute zahlreiche Gerichte, die sich großer Beliebtheit nicht nur in Frankreich erfreuen, zum Beispiel die Rebhuhnterrine „Terrine de Nérac“ oder die Gänseterrine „ Terrine d’oie“. Pasteten und Terrinen sind eng verwandt. Die mit einer Teighülle ummandelte Pasteten sind vor allem als Vorspeise mit Wild, Geflügel oder Fleisch beliebt. Pasteten waren früher vor allem in den oberen Bevölkerungsschichten und Adelskreisen sehr beliebt. Es gab für die Pastetenherstellung einen eigenen Berufsstand, der Pastetenbäcker. Auf Grund der Zutaten, wie Gewürze, die aus den Kolonialgebieten nach Europa kamen, war die Pastetenkultur für die bäuerliche Gesellschaft nicht erschwinglich. Trotzdem haben sich regionale Pastetengerichte und –rezepte entwickelt. Pasteten werden auch gerne mit unterschiedlichen Ragouts im Blätterteig serviert. Pasteten bilden in kalter oder warmer Form den Eintritt in das Menü. Informationen zu den unterschiedlichen regionalen und internationalen Terrinen- und Pastetengerichten und – rezepte finden Sie in dieser Rubrik.