Europa

Die jüngere traditionelle europäische Küche ist geprägt von dem Warenaustausch der sich durch die Eroberungen der Kolonialmächte ergab. Die neuen Produkte und Nahrungsmittel fanden ihren Weg über Spanien, Portugal, Niederlande oder England in andere europäische Länder und nach Amerika. Der Kulturtransfer wirkte einschneidend auf die regionalen Küchen in Europa. Das zweite einschneidende historische Ereignis, was die Esskultur in Europa beeinflusste, war die französische Revolution. Seit dieser Zeit war es nicht nur dem Adel vorbehalten bestimmte Produkte zu konsumieren, sondern auch die bürgerliche Klasse konnte bestimmte Waren konsumieren. Die einfache regionale bürgerliche Küche war aber weiterhin, die vorherrschende Küche.

Ein weiterer wichtiger Schritt zur Automatisierung und Verbesserung der Verfügbarkeit von Lebensmitteln brachte die Industrialisierung mit sich.

Mit der Landflucht und den wachsenden Stadtkulturen veränderten sich auch für viele Menschen die Lebens- und Ernährungsgewohnheiten. Immer weniger wurde in der Landwirtschaft für die Selbstversorgung produziert und immer mehr für den Markt. Die Globalisierung der Lebensmittel und der Wohlstand haben zur Vermengung der unterschiedlichen Esskulturen und Gewohnheiten geführt, so dass Essen und Trinken heute auch Ausdruck von Mode und Lifestyle ist. Trotz aller Veränderungen bestimmen regionale Traditionen immer noch die Esskulturen und sind mehr den je im Markt positioniert. Informationen zu landestypischen Gerichten, Rezepten und Anregungen finden Sie in dieser Rubrik.

Belgien

Belgien ist nicht nur eines der Gründungsmitglieder der Europäischen Union und eines der Benelux-Staaten, sondern in Bezug auf die Esskultur eines der führenden Länder Europas. Der wirtschaftliche Unterschied zwischen den reichen niederländisch sprechenden Flamen und eher ärmeren französisch sprechenden Wallonen führt zu ständigen innenpolitischen Irritationen. So unterschiedliche die Regionen wirtschaftlich und politisch sind, so unterschiedlich sind auch die Esskulturen in Belgien.

Dänemark

Dänemark hat zwar nur die Größe der Schweiz ist aber geografisch wichtiges Bindeglied zwischen den Skandinavischen Ländern und Zentraleuropa. Zu Dänemark angeschlossen sind auch die autonomen Gebiete Grönland und Faröer-Inseln. Dänemark ist ein Agrarland und baut unter anderem Weizen, Rogen oder Gerste an. Die Fischerei gehört zu den wichtigsten Wirtschaftsfaktoren. Essen und Trinken – oder umgekehrt – hat einen wichtigen sozialen Rang in Dänemark. Das Treffen am Middag bedeutet, dass gemeinsame Essen der Hauptmahlzeit gegen 18:00 Uhr.

Deutschland

Deutschland ist nicht nur das Land der Dichter und Denker, sondern auch das Land der vermeidlichen Sauerkrautesser, der Biertrinker und der Wurstfetische. In keinem Land der Welt gibt es so unterschiedliche Bier- und Wurstsorten, die konsumiert werden. Traditionell sind die Essgewohnheiten und -Kulturen der Region und ihrer Witterung angepasst. Deutsche Küche wird als kalorienstark und vitaminreich umschrieben. In den letzten Jahren wurde die internationale Esskultur zum Trend. Gerichte und Rezepte aus aller Welt werden medial inszeniert und zu Hause nachgekocht.

Finnland

Finnland zählt zu den nördlichsten Ländern Europas und grenzt an Schweden, Russland und Norwegen. Zur Ostsee hin sind die Schärenküsten vorgelagert. Finnland ist zu einem Drittel mit Moorlandschaften bedeckt und ist das Waldreichste Land Europas. In Finnland leben rund fünf Millionen Menschen auf einem Gebiet, das etwas kleiner ist als Deutschland. Finnland hat seit jeher sehr enge Beziehungen zu Schweden, was sich auch in der Esskultur ausdrückt. Der Wald war schon immer für die Finnen eine Nahrungsquelle. Elchfleisch, Beeren und Pilze stellten die Grundlage der Ernährung dar.

Frankreich

Kein anderes Land steht für eine besondere Kultur des Essens und Trinkens. Die klassische französische Küche war immer geprägt von den Regionen und den Menschen. Die Haute Cousine kommt ehemalig aus Italien und fand ihren Weg über den Adel nach Frankreich. Die Küche und Kultur des gemeinsamen Essens und Trinkens war schon immer für die Franzosen Sinnbild ihrer Identität. Außerhalb dieser Kultur gibt es nur noch die Familie die für die Franzosen von besonderer Wichtigkeit ist.

Griechenland

Griechenland hat eine bewegte antike Geschichte, die oft unbewusst philosophisch in unserem Leben wirkt. Kaum ein anderes Land hat uns nach heutigen Maßstäben unsere Kultur gebracht. Liebe, Weisheit, Denken und Handeln, Leben und Tod, sind mitbestimmt worden von Platin, Sokrates, Aristoteles oder Plotin. Das moderne Christentum hat viele Ansätze und Aspekte aus dem antiken Griechenland übernommen. Griechenland ist nicht nur die Wiege Europas, sondern auch das Geburtsland der Olympischen Spiele. Seit 1975 hat Griechenland die bis heute gültige Verfassung.

Großbritannien

Das Vereinigte Königreich von Großbritannien und Nordirland ist die genaue Bezeichnung für die Rubrik Großbritannien. Großbritannien wird oft als die Mutter der modernen Demokratie gesehen, was gleichwohl zwar nicht bewiesen ist, aber ohne Frage ist Großbritannien und seine demokratischen Errungenschaften eines der wichtigen europäischen Länder. Denkt man an Großbritannien, insbesondere an England, im Zusammenhang mit den Essgewohnheiten, so fallen einem Begriffe wie das englische Frühstück oder Fish and Chips ein.

Irland

Irland ist eines der wirtschaftlich aufstrebenden Länder Europas und ein beliebtes Urlaubsziel der Deutschen. Vor allem die irische Musik, die keltischen Ursprungs ist, ist weltbekannt und hat viele Anhänger, nicht nur beim Stepptanz. In den Großstädten, wie Dublin oder Kork, spielt sich hauptsächlich das kulturelle Leben ab – und zwar Rauchfrei. Irland war eines der EU-Länder, die zuerst den blauen Dunst ins Freie verdammte. Lange Zeit unterstellte man den Iren, dass sie lieber Trinken als Kochen und das ihre Küche eher lieblos sei.

Italien

Die lange und ruhmreiche Geschichte des Römischen Reiches ist bis heute prägendes geschichtliches Ereignis für Europa, und Italien im Besonderen. Die Pizzarin und Riestorante und hunderttausende von italienischen Produkten sind heute nicht mehr aus dem deutschen Alltag wegzudenken. Auf Grund der langen Ausdehnung Italiens und den geschichtlich gewachsenen politischen Regionen sowie den unterschiedlichen Herkunftsländern der italienischen Vorfahren, kann man nicht von einer gemeinsamen italienischen Küche sprechen.

Luxemburg

Das Großherzogtum Luxemburg gehört zu den Beneluxstaaten und hat rund 470.000 Einwohner, die fast ausschließlich in der Hauptstadt Luxemburg leben. Der Anteil an Nicht-Luxemburger ist sehr hoch. Nach Malta ist Luxemburg der zweitkleinste Staat, der seit 1867 die Neutralität wahrt. Als Sitz einiger europäischer Institutionen, wie dem Europäischen Gerichtshof oder dem Europäischen Rechnungshof, ist Luxemburg ein wichtiges Mitglied der EU. Luxemburg ist darüber hinaus als Finanzzentrum weltweit bekannt.

Malta

Rund 100 Kilometer von Sizilien entfernt liegt der Kleinstaat Malta mit zahlreichen Inseln. Die drei größeren Inseln sind bewohnt: Malta, Gozo und Comino. Rund 400.000 Menschen bewohnen die Inseln im Mittelmeer. Es gab zahlreiche Kulturen, wie die Römer, Griechen oder französische Revolutionstruppen unter Napoleon, die die Geschichte der maltesischen Inseln prägten. Im Zweiten Weltkrieg war Malta als Nachschubstützpunkt des deutschen Afrika-Korps heftig umkämpft. Die Unabhängigkeit von Großbritannien erlangte Malta 1964.

Niederlande

Die Niederlande ist eines der dichtesten besiedelten EU-Staaten und auf Grund der Kolonialzeit eines der Länder mit den meisten ethnischen Gruppen. Menschen aus Südostasien, Afrika, Südafrika und der Karibik sind Bestandteil der niederländischen Gesellschaft. Am 01. Juni 2005 stimmten über 60 Prozent gegen den Verfassungsvertrag der Europäischen Union. Die Niederlande ist eine konstitutionelle Demokratie. Staatsoberhaupt der Niederlande ist Königin Beatrix. Die Niederlande ist bis heute eines der Länder mit der liberalsten Politik für Minderheiten oder Andersdenkende.

Norwegen

Norwegen ist laut offiziellen Erhebungen eines der Länder mit dem höchsten Lebensstandard. Norwegen grenzt an die Länder Schweden, Finnland und Russland. Die Atlantikküste Norwegens erstreckt sich über 25.000 Km. Das Meerwasser gelang über die tiefen Einbuchtungen teilweise bis tief ins Landesinnere. Im Gegensatz, zum Beispiel Finnlands, ist das Land größtenteils flächendeckend von Menschen bewohnt und weniger auf die Metropolen ausgerichtet. Rund 150.000 Inseln gehören zum Königreich Norwegen.

Österreich

Die Alpenrepublik ist heute eines der wohlhabenden Länder Europas und blickt auf eine bewegte europäische Geschichte zurück. Österreich trägt den Spitznamen Alpenrepublik zu Recht, da über die Hälfte des Landes gebirgig sind. Die Republik Österreich gliedert sich in Neuen Verwaltungsbezirke bzw. Bundesländer mit der Hauptstadt Wien. Das Klima Österreichs ist geprägt von trockenen Sommern und kalten Wintermonaten. Der Westen Österreich gilt als die niederschlagsreichste Region.

Polen

Die Republik Polen ist eines der wichtigen Transitländer in Europa. Nach dem Fall des Eisernen Vorhangs und der folgenden Demokratisierung, wurde Polen 2004 Mitglied der Europäischen Union. Heute leben fast 40 Millionen Menschen in Polen. Polen war schon immer ein wichtiges Land, das den Westen mit dem Osten verband. Polen war in der Geschichte die Kornkammer Europas. Durch die Flüsse Weichsel und Oder konnte das begehrte Getreide direkt zur Ostsee verschiffte werden und gelang so über die Ostsee in viele Regionen Europas.

Portugal

Portugal war bis zur Nelkenrevolution Anfang der 80er Jahre ein politisch und wirtschaftlich instabiles Land. Hunderttausende, vor allem jüngere Menschen, verließen das Land. In den letzten drei Jahrzehnten haben sich die demokratischen Strukturen gefestigt und wieder mehr Portugiesen kommen in ihr Heimatland zurück. Bis heute allerdings muss die Landwirtschaft von der Europäischen Union subventioniert werden. Der Norden Portugals ist relativ feucht und kühl. Hier im Grünen Garten Portugals werden Weine und Gemüse angebaut. Von hier kommt auch der bekannte Portwein.

Russland

Die ehemalige Kommunismus hat viel dazu beigetragen, das sich die Essgewohnheiten in den verschiedenen Regionen nicht soweit unterscheiden. Vor allem mit der staatlichen Eisenbahn wurden Erzeugnisse in alle Regionen des Weltreiches gebracht. So kam zum Beispiel Rindfleisch nach Weißrussland genauso, wie nach Sibirien. Es gibt viele abgeschiedene Regionen der ehemaligen UdSSR in denen eine ganz andere Esskultur und Gewohnheiten vorherrschen. Wie in vielen anderen ehemaligen Osteuropäischen Staaten sind die nationalen und regionalen Küchen eher einfach und rustikal.

Schweden

Schweden ist heute eines der europäischen Vorzeigeländer und als besonders innovativ bekannt und hat einen hohen Lebensstandard. Das war nicht immer so. Schweden war lange Zeit ein armes Land und viele Schweden verließen ihr Heimatland. Die schwedische Küche ist bis heute geprägt von den klimatischen Bedingungen. Die langen skandinavischen Winter und kurzen Sommermonate verlangten eine Ernährung und Vorratshaltung, die den Bedingungen angepasst sind. Je nach Region werden Fisch-, Fleisch- oder Wildgerichte bevorzugt, die Bestände wurden früher oft u.a. geräuchert.

Schweiz

Die Schweiz heute noch eines der erfolgreichen und wirtschaftlich stabilen Länder im Herzen Europas. Die Schweiz in der jetzigen politischen Form als Nation wurde 1848 geschaffen. Insgesamt besteht die Schweiz aus fünf groben geographischen Räumen mit 26 Kantonen in denen rund 7,5 Millionen Menschen leben. Berge, Seen und Flüsse prägen das Landschaftsbild der Schweiz. Der Rhein als eine der zentralen Wasserwege Europas entspringt aus dem Hoheitsgebiet der Schweiz. Die Klimatischen Bedingungen werden durch die Alpen gespalten.

Spanien

Das Königreich Spanien, dass sich von den Pyrenäen bis zur Straße von Gibraltar erstreckt, gehört zu den beliebtesten Reiseländer weltweit. Es gibt rund sechs Klimazonen, die das Leben und die Kultur bestimmen. Insgesamt leben rund 45 Millionen Menschen in der ehemaligen Kolonialmacht. Rund die Hälfte Spaniens wird landwirtschaftlich genutzt. Getreide wird ebenso angebaut, wie zum Beispiel Gemüse, Früchte, Obst oder Wein. Die Tierhaltung ist vor allem auf Rinder, Ziegen und Küche spezialisiert. Der Fischfang an den Küsten hat einen hohen gewachsenen Stellenwert.

Tschechien

Tschechien ist, wie einige andere Osteuropäische Länder, seit dem Jahr 2004, Mitglied der Europäischen Union. Das Landesinnere Tschechiens ist umrammt von Gebirgen. Rund zehn Millionen Menschen leben heute in Tschechien, etwas über eine Million in der Hauptstadt Prag. Traditioneller Teil der Landwirtschaft ist die Viehzucht, mit Schweinen und Rindern. Angebaut wird aber auch Kartoffeln, Weizen, Mais, Rüben, Gemüse oder Obst. Die Tschechische Küche gehört nicht zu den kalorienärmsten ist aber sehr schmackhaft und erfreut sich bei den Tschechen immer noch größter Beliebtheit.

Türkei

Die türkische Küche hat eine Jahrhunderte alte Tradition, die stark beeinflußt ist von dem ehemaligen Osmanischen Reich, aber auch der kurdischen, arabischen und islamischen Geschichte. Die Dynastie der Osmanen dauerte rund 700 Jahre. Nachfolgestaat wurde die heutige Republik Türkei im Jahre 1923. In der heutigen Türkei leben rund 76 Millionen Menschen, davon sind über 90 Prozent Muslime. Rund 36 Prozent der Gesamtfläche der Türkei wird landwirtschaftlich genutzt. Durch die lang anhaltende Wirtschaftskrise haben sich die preisgünstige und nahrhafte Gerichte in der Türkei etabliert.

Ungarn

Die Republik Ungarn entwickelte sich nach dem Fall der Mauer relativ schnell zu einem modernen westliche orientierten EU-Land. Seit 2004 ist Ungarn Mitglied der Europäischen Union und für viele Anrainerländer wie Österreich oder die Slowakei ein wichtiger Handelspartner. Budapest ist mit über 1,5 Millionen Einwohner einer der wichtigen Metropolen Osteuropas. Die Donau als längster Fluss Ungarn verbindet die wichtigsten Städte Ungarns. Das Klima ist geprägt von kalten Wintern und trockenen Sommermonaten.

Unter dieser Kategorie befinden sich zur Zeit keine Beiträge.